Rotationsfreie Zentrierprüfung erhöht Geschwindigkeit und Flexibilität.

TRIOPTICS präsentierte auf der diesjährigen Optatec erstmals in Europa das Messsystem OptiCentric® Linear, das die Zentrierprüfung von Linsensystemen ohne Rotation und unabhängig von der Orientierung der Prüflingslagerung vornimmt.

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Für die Zentrierprüfung von optischen Einzellinsen und Linsensystemen gelten die Messsysteme OptiCentric® aus dem Hause TRIOPTICS seit zwei Jahrzehnten als Standard. Mit der ausgereiften Optik und Mechanik, der intuitiven Software und den patentierten Prüfalgorithmen erzielen die Systeme Messergebnisse mit höchster Präzision. Hierfür müssen die Prüflinge jedoch auf einem Präzisionsdrehlager vermessen werden. Der Einsatz solch eines Drehlagers erzwingt typischerweise eine vertikale Messanordnung.

„Mit diesen Einschränkungen haben jedoch zwei Gruppen unserer Kunden zu kämpfen“, erläutert Produktmanager Dr. Patrik Langehanenberg. „Zunächst sind es die, die hochwertige Objektive prüfen wollen, in denen Bildstabilisatoren verbaut sind. Hier ist die Positionierung der Einzellinsen in vertikaler Prüfsituation nicht die gleiche, wie im späteren Einsatz. Die zweite Gruppe sind Kunden, die die Zentrierprüfung in der Serienproduktion einsetzen wollen. Da ist der konventionelle Ablauf mit seiner Rotation einfach zu langsam.“ Vor diese Herausforderung gestellt, entwickelten die Ingenieure von TRIOPTICS jetzt ein Zentrierprüfverfahren, das ohne Rotation und unabhängig von der Prüflingslagerung eine Zentrierprüfung vornehmen kann – das OptiCentric® Linear.

Das Geheimnis dieses Prüfverfahrens liegt darin, dass die lineare Bewegungsbahn des Autokollimatorfokus – und nicht die Rotationsachse – als Referenzachse für die Messung genutzt wird. Die Lage der Krümmungsmittelpunkte des Prüflings wird relativ zu dieser Fokusposition erfasst. „Abweichungen von der perfekten linearen  Bewegungsbahn des Fokus gleichen wir durch eine Kalibration in unserem Werk aus. So können auch hier Genauigkeiten von ≤ 1 µm bei der Zentrierfehlermessung erreicht werden“, bestätigt Langehanenberg.

Diese neue Messtechnologie erhöht die Freiheitsgrade der Messung erheblich. Damit ist die Orientierung des Messaufbaus frei wählbar und kann auch horizontal erfolgen. Die fehlende Rotation sorgt ebenso für die benötigte Geschwindigkeit, um Qualitätsprüfungen in der Serienfertigung durchzuführen. „Die Reaktionen auf dieses neue Verfahren waren durchweg positiv“, berichtet Langehanenberg nach der Optatec in Frankfurt. „Bei der Weiterentwicklung dieses Produkts sind wir sehr flexibel und können in Zusammenarbeit mit unseren Kunden Lösungen schaffen, die über unsere erste Idee hinausgehen. Die Möglichkeiten des OptiCentric® Linear sind noch lange nicht ausgeschöpft.“

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Abb: OptiCentric® Linear

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